London's Calling!

Montag, 26. Februar 2018


London habe ich mir definitiv anders vorgestellt. Irgendwie imposanter. Irgendwie nobler. Irgendwie regnerischer. Und irgendwie auch sauberer. Und obwohl die Stadt nicht meine ursprünglichen Vorstellungen erfüllen konnte, heißt das nicht, dass ich enttäuscht war. Ich habe zwar etwas anderes bekommen als ich erwartet habe, aber dennoch konnte mich London mit seinem ganz besonderen Charme begeistern.


Es hat jedoch einen Augenblick gedauert, es war nicht Liebe auf den ersten Blick. Denn dieser fiel auf einen in weiße Baufolie eingepackten Big Ben. Ärgerlich - da fliegt man schon einmal nach London und dann sowas! Aber nicht nur die Außenfassade des Turms schien zu bröckeln, so viele Gebäude wie in dieser Stadt erneuert wurden. Bestimmt die Hälfte aller Fußgängerwege führte unter irgendwelchen Baugerüsten hindurch, es ist ein endloses Gedrängel von Menschenmassen, die sich durch die schmalen Wege schieben. Egal, in welche Richtung man schaut, man sieht die großen roten Doppeldeckerbussen. Und direkt davor einen der vielen Fahrradfahrer, der wie wild in die Pedale tritt und augenscheinlich kurz davor ist durch einen Verkehrsunfall sein Leben zu verlieren. Die Sirene des Krankenwagens heult unglaublich laut durch das ganze Viertel und verklingt erst, wenn sich nach Minuten, die sich in diesen Momenten wie Kaugummi ziehen, endlich ein Autofahrer dazu entschließt, jetzt doch einmal Platz zu machen und den Krankenwagen vorbei zu lassen.


Am nächsten Tag hatte ich meinen anfänglichen Schock überwunden und konnte mich langsam auf die Stadt einlassen. Und noch am selben Abend hatte die Stadt mich eingeholt. In dem Moment, als die Sonne untergegangen war und sich Dunkelheit über uns legte. In dem Moment, als die Straßenbeleuchtung anging und augenscheinlich ganz London heller erstrahlte als bei Tag. In dem Moment, als die Menschen auf den Straßen immer mehr wurden und sich scheinbar alle Londoner Stadtbewohner auf den großen Plätzen befanden. Ich fing an, das geschäftige Treiben zu genießen und mich durch die Straßen treiben zu lassen. Regents Street, Carnaby Street, Piccadilly Circus, Leicester Square, China Town ... Ich denke, es war der schönste Stadtspaziergang den ich je hatte! Vor lauter bunter blinkender Lichter um einen herum wusste ich manchmal kaum, wohin ich als nächstes schauen sollte. Es kam mir vor, als würde ich vor einem großen Wimmelbild stehen, auf dem es so viel zu entdecken gab. All diese Farben, an denen man sich nie satt sehen kann.


Die vielen Straßenmärkte mit ihren kleinen Touristenständen und die vielen kleinen und so individuellen Läden machen das Bummeln hier so interessant. Ich habe eine ganz besondere Empfehlung für euch und zwar We Built This City in der Carnaby Street. Wenn ihr auf der Suche nach Souvenirs aus eurem London Urlaub seid, dann schaut in diesem Laden vorbei. Ich verspreche euch, es werden die schönsten und persönlichsten Souvenirs sein, die ihr in dieser Stadt bekommen könnt! Dieser Laden war meine schönste Entdeckung auf diesem Trip. Generell setzt sich London für mich aus vielen kleinen Momenten zusammen, die ein großes Abenteuer ergeben.

Ich wollte in meinem Post diesmal nicht abarbeiten, was ich denn alles gesehen habe in dieser Stadt, sondern darüber schreiben, was ich gefühlt habe und welche Emotionen London in mir auslösen konnte. Wodurch dieser Post vielleicht etwas planlos darauf los geschrieben wirkt. Aber auch authentisch ist. Ein Post so chaotisch wie London selbst. Westminster hat mich enttäuscht, es war nicht alles so schick und high - fashion und pompös, wie ich es mir vorgestellt habe. Dafür konnten mich viele andere Seiten von London begeistern. Das alltägliche Leben, weg von all den Royals und Premierministern und Palästen. Außerdem denke ich, dass mich noch nie eine Stadt wie London in so vielen Bereichen so sehr inspirieren konnte. 


4 Kommentare

  1. Hallo liebe Laura!

    Da hattest du wirklich Pech, dass gerade so viel renoviert wird in London. Ich war vor zwei Jahren da und habe mich total in die Stadt verliebt. Ich hatte aber einen sehr privaten Einblick, denn mich hat ein Freund rumgeführt, der dort länger gelebt hat. Würde ich auswandern wollen oder einen Auslandsmaster studieren, dann wäre London meine erste Wahl. Denn diese Stadt ist einfach großartig und irgendwie genau meins. :D Ich freue mich, dass dir nach den anfänglichen Schwierigkeiten London doch noch gefallen hat. <3

    Liebste Grüße
    Nina von BookBlossom

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    1. Hallo Nina,

      tatsächlich hat mich ein Auslandsstudium oder ähnliches nie gereizt, aber seit ich in London war denke ich darüber auch anders. Jetzt denke ich anders darüber und würde total gerne mal ein Praktikum dort machen und eine zeitlang in England leben!

      Alles Liebe, Laura

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  2. Toller Post, finde die Idee super. Ich finde, es muss auch bei Städten nicht immer Liebe auf den ersten Blick sein. Ich bin ja totaler England Fan und fasziniert von der Geschichte, dass ich wusste, dass ich wohl begeistert nach Hause zurück kehren würde. Das war dann auch so, aber auch wenn ich London liebe und die Stadt beeindruckend und facettenreich finde, würde ich nicht dort Leben wollen. Da finde ich sie dann doch zu teuer und auch zu groß (die Rush Hour wäre meine persönöliche Hölle), aber Urlaub mache ich dort verdammt gerne und möchte unbedingt noch einmal hin. London bei Nacht ist eh der Wahnsinn, ist halt auch eine Stadt die nie schläft. Was mich ja am Straßenverkehr schockier hat: Kein Fußgänger hält sich da an Ampel. Alle laufen einfach bei rot drauf los.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Ah dankeschön, das freut mich zu hören und Danke für das Liebe Kompliment <3. Das ist aber echt schade, dass du keine Bilder machen konntest, aber du hast ja trotzdem viele Erinerunngen die bleiben. Ich möchte ja auch unbedingt noch einmal nach London ,weil ich gar nicht alles geschafft habe anzuschauen. Die stadt ist so rießig und vielfältig. Habe mich echt schockverliebt.

    Dafür haben wir uns nichts in der National Gallery angeschaut, sondern die nur von außen betrachtet ;). Aber gerade das Museum of London kann ich dir empfehlen, wenn du mal wieder nach London kommst, weil es eindrucksvoll die Geschichte der Stadt zeigt. Das hat mich am meisten begeistert von den Museen. Das British Museum fand ich leider zu überlaufen, da war mir zu viel los. Madam Tussauds steht auch noch auf meiner Liste, da war meine Freundin aber schon drinnen und wollte dafür nicht noch mal geld ausgeben. Konnte ich gut verstehen, weil es ja doch immer dasselbe ist.

    Wir hatten echt das Glück das wir ein Hotel hatten, welches direkt am Kensington Palace und dem Hyde Park lag. Nicht mal 15 Minuten mussten wir laufen, dann standen wir da schon davor, sodass wir dort öfter waren, aber ich möchte ihn auch unbedingt noch von drinnen sehen, denn dafür hat mein Geld dann leider nicht mehr gereicht.

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    1. Ich bin ja im Moment auch noch im Studium und kann das deshalb komplett nachvollziehen, denn das liebe Geld ist bei mir auch der knackpunkt. Auf der anderen Seite brauche ch das aber auch gar nicht, um mich nun gut zu fühlen und glücklich zu sein. Ich bin zufrieden mit dem was ich habe, auch wenn ich nicht die ganze Zeit am reisen bin, sondern gut überlege wo es hingeht und nicht jeden Trend mit machen kann. Mittlerweile sind mir die Dinge, die ich nicht kaufen kann, sprich Freunde, Familie und Glücklich Sein, viel wichtiger, als materielles. Aber so lange du instagram einfach nur nutzt, ohne jetzt viele Follower zu erwarten, ist es eine schöne Sache wenn man daran Spaß hat.

      Da ich ja blogtechnisch im Film und Serienbereich auch oft unterwegs bin, interessieren mich solche Meinungen übrigens schon :P. Ich rezensiere hier ja auch immer wieder Serien und hoffe, dass das meine Besucher interessiert.

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