Serien, die richtig Lust auf den Sommer machen!

Donnerstag, 24. Mai 2018


Auf welche Serie ich gerade Lust habe, hängt bei mir sehr davon ab, welche Jahreszeit wir gerade haben. Im Winter gucke ich lieber düstere, komplexere Serien, gerne auch mit Fantasyelementen oder politischen Inhalten. Wenn im Frühling draußen endlich alles anfängt zu blühen und die Gedanken leichter werden, schaue ich besonders gerne richtig kitschige Dramen - in meinem letzten Serientipps Post findet ihr ein paar Serien, die meiner Meinung nach richtige Frühlingsgefühle erzeugen. 
Im Sommer hingegen mag ich leichte Serien, die sich einfach schnell durchsuchten lassen und auf die ich mich nicht zu sehr konzentrieren muss. Ihr kennt das doch bestimmt auch von eurem Leseverhalten, im Winter werden die dicken Herr der Ringe - Romane herausgeholt, während man im Sommer lieber die leichte Lektüre von Kerstin Gier oder Sophia Kinsella mit ins Schwimmbad nimmt. Meine perfekten Sommerserien müssen also Drama enthalten, Humor und Liebe. Und vor allem Meer, Strand und Sonnenschein.


1. Hart of Dixie

Nach ihrem Abschluss des Medizinstudiums tritt ein Mann an die New Yorkerin Zoey Hart heran und bittet sie, in seiner Praxis in der Kleinstadt Bluebell in Alabama mit ihm zu arbeiten. Dieses Angebot lehnt sie jedoch ab, da sie ihren großen Traum verfolgen möchte, wie ihr Vater Chirurgin zu werden. Jedoch wird ihr der lang ersehnte Traumjob verweigert, da ihr laut Aussage des Chefs die Menschlichkeit zu den Patienten fehlt. Er empfiehlt ihr, ein Jahr lang als Hausärztin zu arbeiten, um zu lernen besser mit den Patienten umzugehen. Also bleibt Zoey nichts anderes übrig, als doch nach Bluebell zu reisen und in der Praxis zu arbeiten. Als sie jedoch in der Praxis ankommt, muss sie erfahren, dass der Mann, der ihr den Job angeboten hat, bereits verstorben ist und ihr die Hälfte seiner Praxis vermacht hat. Die andere Hälfte der Praxis gehört Brick Breeland, der gar nicht darüber erfreut ist, sich seine Praxis fortan mit der jungen Ärztin teilen zu müssen. Zoey muss sich jedoch nicht nur mit der Leitung der Praxis auseinandersetzen, sie wird noch vor ganz andere Herausforderungen gestellt und muss sich erst einmal in das Kleinstadtleben mit dessen Bewohnern einfinden, was für das Mädchen aus der Großstadt anfangs gar nicht so einfach ist.

Es war der Sommer letzten Jahres, als mich diese Serie in ihren Bann ziehen konnte. Ich habe wirklich nur wenige Wochen gebraucht, um diese Serie komplett durchzugucken. Sie ist eine lockere Serie, die sich perfekt über den Sommer hinweg schauen lässt, besonders auch wegen ihrer Länge. Die vier Staffeln bilden eine schöne runde Geschichte, lassen einen die Höhen und Tiefen der Charaktere miterleben, einen aber auch schnell genug wieder los, um sich im Herbst dann wieder auf tiefgründigere Serien stürzen zu können. 
Zwar spielt die Serie nicht direkt am Meer, dafür aber im umso heißeren Alabama. Die hohen Temperaturen, die die Charaktere in der Kleinstadt Bluebell im Hochsommer aushalten müssen, kann man fast durch den Bildschirm spüren - wirklich! Ich mochte diese Leichtigkeit der Serie und vor allem ihren Humor! Für eine Dramaserie ist Hart of Dixie nämlich voll mit lustigen Sprüchen, über die ich oftmals herzlich lachen musste. Das liegt zum Einen an Zoeys etwas tollpatschiger Art, mit der sie von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpert oder Lemons scharfer Zunge, die oft kein Blatt vor den Mund nimmt. Ich liebe auch den Sarkasmus, mit dem Wade oder Lavon sich über Zoey lustig machen, wenn sie sich wieder mal in eine eher ungünstige Lage gebracht hat. Trotzdem stehen sie ihr immer bei, denn in Hart of Dixie geht es um Freundschaft und Hilfsbereitschaft, natürlich auch um Liebe und ein bisschen auch um das Verwirklichen seiner Träume.

2. Revenge
Emily Thorne mietet sich ein Strandhaus in den Hamptons, direkt neben dem großen Anwesen der reichen Familie Grayson. Sie gibt sich als nette Nachbarin aus und relativ schnell beginnt sie eine Beziehung mit dem Sohn der Graysons, Daniel. Alles scheint perfekt, jedoch weiß niemand von Emilys wahrer Identität. In Wirklichkeit heißt sie Amanda Clarke und ist in genau dem Strandhaus, dass sie nun gemietet hat, aufgewachsen. Nach dem Tod ihrer Mutter lebte sie dort alleine mit ihrem Vater, der eines Tages von der Polizei abgeholt und eines Verbrechens beschuldigt wurde, dass er nie begangen hatte. Amanda wuchs von dort an in einem Waisenhaus auf und ihr Vater starb während seiner Zeit im Gefängnis. Nun kehrt sie als Emily Thorne zurück und sinnt auf Rache - alle Menschen, die an dem Tod ihres Vaters beteiligt waren, sollen vernichtet werden. Ihr Hauptziel: Die Graysons.

Dass ich diese Serie gesehen habe ist schon etwas länger her, nämlich seit der Erstausstrahlung durch Vox im deutschen Free TV, ich schätze das war so um das Jahr 2012 rum. Die ersten beiden Staffeln habe ich dort verfolgt, aber irgendwann das Interesse verloren, wie das bei mir und Fernsehserien immer so ist. Mir fällt es einfach unglaublich schwer, Woche für Woche dabeizubleiben. Zumal es damals ja auch noch nicht die Möglichkeit gab, die Folgen online nachzuschauen, wenn man mal eine verpasst hatte. Im Sommer vor zwei Jahren habe ich mich dann noch einmal hingesetzt, um diese Serie zu beenden und habe mir die letzten beiden Staffeln angesehen und ziemlich schnell durchgehabt. 
Revenge ist in meinen Augen allein durch ihr Setting eine sehr gute Sommerserie, denn sie spielt in den Strandhäusern der reichen Menschen in den Hamptons. Romantische Strandspaziergänge, tolle Gartenpartys mit unfassbar schönen Kleidern und rauschende Wellen als Hintergrundmusik. Revenge ist aber auch eine sehr spannungsgeladene Serie, voller Intrigen, Geheimnissen, Lügen und doppelten Identitäten. Man kämpft mit Emily, um die Wahrheit herauszufinden und die Bösen zu bestrafen. Die Serie handelt von Rache, nicht von Gerechtigkeit. Anfangs konnte ich Emily und ihren Wunsch nach Vergeltung gut verstehen, jedoch wurde mir schnell bewusst, dass sie dafür auch über Leichen geht.

3. OC. California
Ryan Atwood wird zusammen mit seinem älteren Bruder bei einem Autodiebstahl erwischt und verhaftet. Ihm wird der Pflichtverteidiger Sandy Cohen zur Verfügung gestellt, der Ryans Freilassung bewirken kann. Einzige Voraussetzung ist jedoch, dass Ryan zu seinem nächsten Gerichtstermin unter der Aufsicht von Erziehungsberechtigten erscheint. Jedoch ist seine Familienlage sehr kompliziert, sodass Sandy beschließt, ihn aus seinem schlechten Umfeld herauszuholen und sich um ihn zu kümmern. So kommt Ryan zu der Familie Cohen, die sehr wohlhabend ist und muss sich in sein neues Leben einfinden. Auch wenn er anfangs ein paar Probleme mit der Beziehung zu Sandys Frau Kirsten und ihrem Sohn Seth hat, gewöhnen sie sich schnell aneinander und er und Seth werden beste Freunde. Ebenso schnell freundet er sich auch mit der Nachbarin Marissa Cooper an, wobei zwischen den beiden mehr als nur Freundschaft zu sein scheint ...

Ein Klassiker unter den Teenagerserien der 2000er Jahren. Als die Serie damals ausgestrahlt wurde, war ich noch ein bisschen jung, als dass ich sie hätte verfolgen wollen - da lagen meine Interessen wohl eher noch bei Kim Possible und Diddle Mäusen. Ich konnte mir alle vier Staffeln jedoch vor zwei Jahren von einer guten Freundin ausleihen, die mir OC. California wärmstens empfohlen hat. Es ist definitiv keine meiner Herzensserien, aber sie ist dennoch sehr gut. Ich denke eben, dass mir da wirklich diese Jugenderinnerungen fehlen, die viele mit dieser Serie verbinden. Viele behaupten ja, Seth Cohen wäre ihr erster Schwarm gewesen. Das kann ich von mir ja eben nicht behaupten, auch wenn ich Seth als Charakter natürlich auch ganz toll finde.
Und das Sommerfeeling vermittelt die Serie definitiv. Alleine wie oft im Intro das Wort California fällt, trichtert einem den tiefen Wunsch nach Sommer und Sonne ja schon förmlich ein. Und dann auch noch die ganzen Szenen, an denen Summer und Marissa am Pool liegen oder Seth auf seinem Boot über das Meer schippert. OC. California hat nicht unbedingt dieselbe Leichtigkeit wie bei Hart of Dixie würde ich sagen, denn sie enthält wirklich ganz viel Gefühl und die Charaktere haben oft große Probleme, mit denen sie kämpfen müssen, aber dennoch gehört dieser Funken ganz besonderer Seth Cohen - Humor einfach zu dieser Serie dazu und zeichnet sie aus. 
Also meine Empfehlung: Wenn ihr diese Serie noch aus eurer Jugendzeit kennt, solltet ihr sie diesen Sommer unbedingt mal wieder anschauen und wenn ihr sie noch nicht kennt, dann solltet ihr besser schnell diese kleine Bildungslücke füllen.



3 Kommentare

  1. Hallo Laura,

    Hart of Dixie und Revenge habe ich sehr geliebt und ich muss gestehen, dass sie mir jetzt, nachdem ich beide Serien durchgeschaut habe auch sehr fehlen. Aber zum Glück gibt es Nachschub mit Suchtpotenzial, wie zum Beispiel "The Royals"! :)

    Ganz liebe Grüße,
    Maike von Kunterbunte Flaschenpost

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  2. Ich kenne alle drei Serien und finde sie auch toll. Hart of Dixie war für mich auch so eine typische Guilty Pleasure im positiven Sinn. Denn die Serie ist jetzt nicht mega anspruchsvoll, aber sie unterhält unglaublich gut, bringt einen auf andere Gedanken und hat einen tollen Cast. Vier Staffeln fand ich da ja auch perfekt und man hat das schön zu Ende gebracht. Fand das Serienfinale eine runde Sache.

    Revenge zählt immer noch mit zu meinen absoluten Lieblingen, weil Emily VanCamp das so unglaublich gut gespielt hat. Diese unschuld in Person die sich dann umdreht und ein teuflisches Lächeln im Gesicht hat - fantastisch. Dazu fand ich es auch hier schön, dass man die Serie nicht unnötig in die Länge gezogen hat, denn irgendwann wäre das Rachespiel unlogisch geworden. Vier Staffeln waren auch hier eine runde Anzahl und perfekt. Habe die Serie ja auch via Amazon Prime verfolgt und war ganz dankbar so nicht auf die Tv Ausstrahlung angewiesen zu sein. Aber Revenge war halt echt eine Serie, die mich schon vom Piloten her begeistert hat, der war schon ganz stark.

    Oc habe ich hingegen in meiner Jugend verfolgt. War sozusagen eine meiner ersten Suchtserien ,die ich sogar immer mit einer Freundin geguckt habe, weil wir Fans von Ryan und Seth waren. Wobei ichja Ben McKenzie aka Ryan etwas heißer fand. Trotzdem sehe ich aber alle Darsteller gerne in anderen Rollen. Hier muss ich aber sagen, dass die erste Staffel die stärkste ist, dann ließ das qualitativ etwas nach und vor allem die vierte Staffel hat mir nicht mehr gefallen. Da war es auch schön, dass die Serie dann beendet wurde.

    Ich überlege gerade welche Serien ich noch mit Sommer verbinde: The Bold Typ bietet sich da auch an, weil die Serie gut unterhält, Gossip Girl würde auch in die Kategorie passen oder aber natürlich auch 92010 das in Los Angeles spielt und von der Kulisse her natürlich perfekt ist, aber auch mit tollen Intrigen aufwartet.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Ja bei Brooklyn Nine-Nine ging das ja mit der Rettung echt schnell. Ich habe die Serie zwar nie gesehen, freue mich aber für die Fans das sie so nun einen Abschluss bekommen.

    Echt? Bei mir schauen fast alle meine Freunde Lucifer und sind hin und weg. Die Serie ist so lustig. Würde dir echt empfehlen mal reinzuschauen, mich hat sie wie gesagt positiv überrascht und man hat die Thematik echt toll dargestellt.

    Die Folgen zählen noch zur dritten Staffel, wurden nur verschoben weil sie einen eigenen Handlungsstrang haben. Die werden ja im Moment ausgestrahlt und haben auch richtig gute Quoten. Das dürfte für die Gespräche nun natürlich auch positiv sein. Die laufen ja immer noch. Weiß jetzt nur nicht ob man das positiv oder negativ sehen soll, dass es nun schon so lange dauert, aber bei keinem Interesse wären die bestimmt schon beendet. Also muss da ja wohl Interesse geben. Ich hoffe wie gesagt weiterhin auf eine Verlängerung, denn da wäre storytechnisch noch so viel mehr drinnen.

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    1. Hallo Nicole,

      von 90210 kenne ich nur die alte Version aus Beverly Hills. Definitiv eine Sommerserie, da hast du Recht! The Bold Type möchte ich noch dringend sehen, dann bietet sich der Sommer ja jetzt wohl dazu an. Gossip Girl hingegen würde ich irgendwie gar nicht so mit Sommer verbinden, dafür gibt es mir viel zu viel Thanksgiving- und Weihnachtsstimmung. Wieso verbindest du diese Serie denn damit?
      Ich rewatche momentan One Tree Hill, die Serie passt für mich irgendwie auch perfekt in den Sommer. Mit Lucifer möchte ich jetzt auch bald anfangen, nachdem sich so viele dafür eingesetzt haben und du es mir ja auch empfohlen hast, bin ich wirklich mal gespannt, auch wenn ich immer noch etwas skeptisch bin, ob mich die Serie auch so fesseln wird.

      Alles Liebe, Laura

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