XXL WIEN TRAVELGUIDE: Kultur in Österreichs Haupstadt erleben

Montag, 30. Juli 2018


Wenn ich in einer fremden Stadt oder einem fremden Land bin, möchte ich auch immer etwas von deren Kultur miterleben. Kultur zu erleben bedeutet für mich, mir selbst das landestypische näher zu bringen. In Form von Gerichten, Kunst, Theater, Persönlichkeiten und eben alles Wichtige, was einen Ort auszeichnet. Wien ist eine Hochburg an Kultur. Es gibt unglaublich viel, was die Stadt auszeichnet und was man sich als Tourist näher bringen kann. Was ich euch hier in diesem Beitrag näher bringen kann, sind nur meine eigenen Erfahrungen und bei weitem nicht alles, was die Wiener Kultur auszeichnet. Euch wird in meinem Beitrag auffallen, dass auch ich nicht alles geschafft habe und noch vieles sehen möchte. Dafür müsste man wohl wirklich viel Zeit in dieser vielseitigen Stadt verbringen. Man kann aber dennoch auch in wenigen Tagen schon einiges erleben und sich selbst weiterbilden. Hier sind meine Tipps, was ihr in Wien gesehen haben solltet.

In Wien gibt es unzählige Museen, die ihr euch während eines Besuchs in der Stadt anschauen könnt. Ich gehe besonders gerne in Kunstmuseen und wir haben uns für die Albertina entschieden, die sich direkt neben der Staatsoper befindet. Alleine von außen macht das Gebäude schon einiges her. Der Eintritt ohne Audioguide kostet für Studenten 8,50€. Die Ausstellungen wechseln hier ziemlich regelmäßig und im Treppenhaus hängen viele Poster von vergangen Veranstaltungen, sodass ihr euch einen guten Überblick verschaffen könnt. Ihr solltet also vor eurem Besuch vielleicht mal einen Blick auf die aktuellen Ausstellungen werfen, um einschätzen zu können, ob euch die ausgestellte Kunst überhaupt interessiert. Während unseres Besuchs gab es eine Ausstellung über Architekturzeichnungen, die mir am besten gefallen hat. Ein fester Bestandteil des Museums bilden die sogenannten Prunkräume. Hier solltet ihr auf jeden Fall einmal durchgehen, besonders der Musensaal ist wunderschön.
Besonders bekannt sind auch das Kunsthistorische und das Naturhistorische Museum. Beide Museen liegen direkt nebeneinander in komplett identischen Gebäuden, was besonders aussieht. Das Kunsthistorische Museum reizt mich auch noch sehr und ich werde es mir bei meinem nächsten Wienbesuch auf jeden Fall anschauen! Auch im Schloss Belvedere könnt ihr euch eine Kunstausstellung ansehen.

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Wien ist die Wiener Staatsoper. Hier findet jährlich der weltbekannte Wiener Opernball statt. Ihr könnt dort viele verschiedene Opern in der Saison sehen - während unserem Besuch war übrigens keine Saison. Führungen finden trotzdem im Sommer statt und sind sicherlich sehr interessant, da ich aber kein großer Opernfan bin, habe ich mich gegen eine Führung entschieden und habe mir das Gebäude lieber nur von außen angeschaut. Vielleicht werde ich aber mal bei nächsten Besuch daran teilnehmen, denn für einen Preis von 4€ als Student kann man eigentlich nicht meckern. Außerdem gibt es jeden Tag über mehrere Führungen, sodass ihr dort immer sehr flexibel vorbeischauen könnt. Wenn ihr euch wie ich eher weniger für die Oper, dafür aber mehr fürs Theater begeistern könnt, kann ich euch auf eine persönliche Empfehlung hin zu einem Besuch im Ronacher raten. Das Theater befindet sich direkt in der Innenstadt, nur wenige Schritte vom Stephansdom entfernt und sieht schon von außen sehr schön aus. Hier werden verschiedene Stücke und Musicals gespielt, ab diesem September wird dort erstmals in Österreich das Musical zu Bodyguard gezeigt. Leider gibt es auch hier eine Sommerpause, sonst wäre ich dort wirklich gerne einmal hingegangen und hätte mir ein Stück angesehen. Wenn ihr also unbedingt in die Oper oder ins Theater wollt, solltet ihr euren Wienaufenthalt eher auf den Herbst verschieben.

Österreich ist stark von seinem Glauben geprägt. Vorherrschend ist der katholische Glauben und in Wien findet ihr unglaublich viele Kirchen. Besonders schön ist die Karlskirche, am wichtigsten aber wohl der Stephansdom. Er ragt über die ganze Wiener Innenstadt und ist kaum zu verfehlen. Er gilt als das Wahrzeichen Wiens. Bei eurem Besuch in dieser Stadt solltet ihr also definitiv einmal dort vorbeischauen. Ihr könnt den Dom besichtigen, ohne Eintritt zu bezahlen. Mehrmals am Tag finden auch Messen statt, an denen ihr teilnehmen könnt. Es gibt auch verschiedene Führungen durch den Dom, die euch die Kirche und die Religion näher bringen. Im Vergleich zu den anderen Sehenswürdigkeiten sind die Führungen mit jeweils 5,50€ noch ziemlich günstig und gehen auch nur etwa eine halbe Stunde. Wir hätten gerne eine Katakomben Führung gemacht, die sicher sehr interessant gewesen wären, leider haben die Führungszeiten nicht zu unserer Besuchszeit gepasst. Wenn ihr also nicht auf eine Führung verzichten wollt, solltet ihr euch im Vorfeld über die Zeiten informieren.



Kommen wir nun zu meinem Highlight und meiner Top Empfehlung an euch: Der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek. Dafür müsst ihr auch überhaupt kein Bücherfanatiker sein, es geht mehr um die Optik des Raums. Die Sammlung an Büchern ist gigantisch und die Verzierungen an der Decke wunderschön. Wenn ihr euch dennoch etwas von Literatur interessiert, findet ihr auch ein paar Infotafeln oder Bildschirme, auf denen ihr mehr über den Prunksaal und seine Entstehung und wichtige Literatur aus Österreich erfahren könnt.
Der Prunksaal befindet sich in der Hofburg, die man ebenfalls besuchen sollte. Leider habe ich für diese Sehenswürdigkeit nicht genug Zeit gehabt, besonders auf das Sisi - Museum hatte ich mich gefreut. Es soll wirklich gut sein und die wahre Seite der ehemaligen Kaiserin und ihrem Leben am Hof aufzeigen. Dass ich dafür keine Zeit hatte, spornt mich am meisten an, bald wieder nach Wien zu fahren und es mir anzuschauen. Mein Besuch in der Stadt hat mein Interesse an Sisi und den Habsburgern geweckt. Demnächst werde ich mir zu diesem Thema wohl ein bisschen Literatur zuführen.
Zudem kann man in der Hofburg noch die Kaiserliche Schatzkammer (die leider an unserem Besuchstag Dienstag geschlossen hatte), ein paar Schritte weiter die Kaisergruft, das Schmetterlingshaus und die Spanische Hofreitschule sehen. Davon waren wir nur in der Spanischen Hofreitschule - ihr seht also, dass auch ich hier noch Nachholbedarf habe. Da die berühmten weißen Hengste in den Sommermonaten sozusagen "Urlaub" haben, haben wir eine Vorstellung des Nachwuchses gesehen. Die kleinen Fohlen waren wirklich süß und ich würde mir gerne irgendwann mal eine der richtigen Vorstellungen ansehen oder eine Führung machen. Jedoch konnte mich die Hofreitschule nicht gänzlich überzeugen, denn um hier vernünftig etwas von der Show mitzubekommen, muss man tief in die Tasche greifen. Wir haben uns für die zweitgünstigste Variante entschieden: Sitzplätze auf der zweiten Galerie für 17€ pro Person. Wirklich sitzen konnte man dort aber nicht, sondern musste aufstehen oder sich weit vor auf das Geländer lehnen, um wenigstens halbwegs zu sehen, was da unten passierte. Zudem war die Akkustik unglaublich schlecht und ich habe kaum etwas von den Informationen verstanden, was ich sehr schade fand. Ich kann nicht beurteilen ob die Akustik auf der ersten Galerie besser ist, aber man ist zumindest näher an den Pferden, muss dafür aber eben auch mehr bezahlen. Was ich leider auch sehr nervig fand, war dass die Sprecherin alles, was sie sagte, auf Englisch wiederholte. Dadurch wurde meiner Meinung nach einfach nur Zeit geschunden, sodass man letztendlich weniger für sein Geld bekommt. Dadurch, dass die Akustik so schlecht war, konnte man die beiden Sprachen sowieso kaum voneinander unterscheiden, was mich ehrlich gesagt noch mehr gestört und verwirrt hat. Hier solltet ihr euch wirklich überlegen, wie wichtig es euch ist, so eine Vorführung zu sehen. Wenn ihr euch für die Spanische Hofreitschule entscheidet, solltet ihr auch bereit sein, etwas mehr Geld auszugeben, um wirklich etwas geboten zu bekommen.



Was ich tatsächlich bei meinem ersten Trip nach Wien nicht gegessen habe, was aber total typisch für die Stadt ist: Sachertorte. Ihr bekommt sie fast in jedem Wiener Café, das Original gibt es jedoch beim Hotel Sacher, woher sie auch ihren Namen hat. Ich wollte unbedingt einmal das Original testen, was mir die 7€ für ein Stück auch wert war. Ich kann aber verstehen, wenn einem das zu teuer ist und man lieber weniger Geld bezahlen möchte - in den anderen Cafés werdet ihr nicht so viel zahlen müssen! Beim Hotel Sacher könnt ihr euch sogar eine Torte für Zuhause mitnehmen, was diese jedoch kostet will ich aber lieber gar nicht wissen. Aber sie ist suuuuper lecker, wirklich. Und das, obwohl ich normalerweise nichtmal auf Schokoladentorten stehe. Kleiner persönlicher Tipp: geht nicht in das Original Hotel Sacher, sondern ein paar Schritte weiter zu dem sogenannten Sacher Eck. Dort ist viel weniger los und ihr bekommt leichter einen Sitzplatz, ohne ewig lang anzustehen. Vermeidet generell die Stoßzeiten, denn es ist dort immer wahnsinnig voll.
Eine weitere Leckerei, die aus Wien stammt, sind die originalen Neapolitaner Waffeln von Manner. Es gibt mehrere Manner - Shops in Wien, bei denen ihr vorbeischauen könnt. Ich empfehle euch die Cocos Variante, diese ist wirklich lecker.





4 Kommentare

  1. Wien hat kulturell echt viel zu bieten, das ist genau nach meinem Geschmack. Museen besuche ich ja sowieso richtig gerne und das gehört für mich bei Städtetrips auch mit dazu. Abseits davon würde mich das Ronacher reizen, denn mit Oper kann ich nicht so viel anfangen. Aber ins Theater gehe ich unglaublich gerne. Über das Sissi Museum haben mir Verwandte auch viel Positives erzählt, die waren da auch hin und weg. Das muss sich also echt lohnen, zumindest habe ich von Niemanden bisher Gegenteiliges gehört. Und die Hofburg wäre auch ein Must-Have.

    Die Sachertorte wäre mir aktuell aber etwas zu teuer, auch wenn es das Original ist. Nach dem Studium würde ich die dann aber auch definitiv probieren, weil das einfach zu Wien dazugehört.

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    1. Hallo Nicole,

      es gibt ja wie gesagt auch noch günstigere Alternativen in Wien an eine Sachertorte zu kommen. Außerdem glaube ich bist du backtechnisch gesehen ja auch nicht ganz unbegabt. Es ist wohl nicht die leichteste Torte - aber für dich bestimmt machbar!

      Alles Liebe, Laura

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  2. Sehr interessanter Überblick! Ich war zwar schon mal in Wien, habe aber bei weitem noch nicht alles gesehen. Bin aber im Herbst noch mal dort, vor allem auf den Prunksaal hast du mich nun sehr neugierig gemacht!

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    1. Hallo,

      den Prunksaal kann ich auch wirklich nur empfehlen! Er ist wunderschön, noch viel atemberaubender als auf den Bildern.

      Alles Liebe, Laura

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